Rega; Unfallversicherung: Aufgepasst VOR der Pensionierung

Unfallversicherung: Aufgepasst VOR der Pensionierung

Alle Arbeitnehmer sind in der Regel während ihres gesamten Erwerbslebens über den Arbeitgeber gegen Unfall versichert. Aber wie sieht es bei oder nach der Pensionierung aus?

Zwar kann sich die in Pension gehende Person unkompliziert über die Krankenversicherung auf Ebene der Grundversicherung gegen Unfall absichern. Möchte sie aber auch im Zusatz versichert sein, sind grosse Hürden zu überwinden.

Unfallversicherung nach der Pensionierung: Der Teufel liegt im Detail

In Pensionierungsseminaren wir meist vermittelt, dass man nach der Pensionierung ganz einfach bei seiner Krankenversicherung melden und den Unfall einschliessen kann. Das stimmt zwar, aber nur für die Grundversicherung. Viele Arbeitgeber versichern ihre Mitarbeiter nicht nur in der Basisversicherung des UVG, sondern versichern Sie auch in der Zusatzversicherung (UVGZ). Dort sind diese oftmals sogar halbprivat oder privat versichert. Möchte nun die in Pension gehende Person, die bei der Krankenversicherung auch im Zusatz versichert ist, künftig auch für den Unfall in den Genuss der gleichen Versicherungsleistung kommen, so wird es plötzlich schwierig oder unmöglich.

Unfall in der Zusatzversicherung einschliessen – jetzt wird es schwierig!

Die meisten Krankenkassen verlangen bei einem solchen Einschluss nach Alter 60 eine Gesundheitsprüfung oder kennen sogar eine Altersguillotine. Das Prozedere bezüglich der Gesundheitsprüfung kann Monate dauern und an beidem können in Pension gehende Personen scheitern. Dann stehen Ihre Chancen schlecht, dass Sie auch für Unfall in die Zusatzversicherung aufgenommen werden. Einziger Trost: In der Grundversicherung muss Sie der Krankenversicherer auf jeden Fall aufnehmen, aber dann sind komfortable Lösungen wie z.B. freie Arzt und Spitalwahl, halb-private oder gar private Behandlung nicht mehr möglich.

Zusatzrisiko Reiselust – das kann happig werden

Pensionierte sind heute im Verhältnis zu früher viel reiselustiger. Da die Grundversicherung keine Kosten für Rettungen im Ausland vorsieht und weder Rückreisekosten noch Kostenbeteiligungen für Heilung und Spitalaufenthalt vorgesehen sind, kann es bei einem Unfall rasch sehr teuer werden. Wird die pensionierte Person nicht in die Zusatzversicherung aufgenommen, muss sie alle diese Kosten aus ihrer privaten Schatulle berappen.

Frühzeitig – vor Alter 60 – vorsorgen!

Wenn Sie im Alter auch gegen Unfall sehr gut abgesichert sein wollen, dann sollten Sie unbedingt bereits vor Alter 60 den Unfall in der Zusatzversicherung ihres Krankenversicherers einschliessen. Zu diesem Zeitpunkt ist dies im Normalfall ohne jegliche Probleme möglich. Zwar sind Sie dann unter Umständen doppelt versichert (persönlich und als Arbeitnehmer). Allerdings ist die Prämie für den Unfall sehr günstig, so dass sich diese Investition in jedem Fall lohnt, wenn man damit eine spätere Ablehnung der Unfalldeckung bei der Zusatzversicherung vermeiden kann.

Zusatztipps, wenn Sie nach der Pensionierung viele Reisen planen

Vor allem wegen allfälliger hoher Rettungskosten oder Spitalkosten im Ausland lohnt sich in diesem Fall der Einschluss des Unfalls im Zusatz der Krankenversicherung besonders. Alternativ lässt sich dies allenfalls auch über eine Reiseversicherung lösen, die in solchen Fällen die Zusatzkosten übernimmt. Und eine Gönnerschaft bei der Rega, die für CHF 30 pro Jahr zu haben ist, lohnt sich für Vielreisende auf jeden Fall. Wie den Rega-Gönnerbestimmungen zu entnehmen ist, erlässt die Rega den Gönnerinnen und Gönnern die von ihr selbst erbrachten oder von ihr organisierten Hilfeleistungen teilweise oder ganz, falls Versicherungen oder andere Dritte nicht leistungspflichtig sind und für die Kosten des Einsatzes nicht oder nur teilweise aufkommen müssen.

Haben Sie weitere Fragen zu der Zusatzversicherung bei Unfall nach der Pensionierung? Dann nehmen Sie am besten mit ihrem Versicherungsberater Kontakt auf. Bei Fragen hilft Ihnen auch Holger Wanke gerne weiter. 

 

Bildquelle: Rega