Lohngleichheitsanalyse – das müssen Sie wissen

Lohngleichheitsanalyse – das müssen Sie wissen

Am 1. Juli 2020 treten die Neuerungen des Gleichstellungsgesetzes (GlG) in Kraft. Ab dann müssen Betriebe mit mehr als 100 Mitarbeitenden eine Lohngleichheitsanalyse durchführen.

Der Bundesrat hat die Änderung des Gleichstellungsgesetzes zur besseren Durchsetzung der Lohngleichheit auf den 1. Juli 2020 in Kraft gesetzt.

Wer ist von der neuen Gesetzgebung betroffen?

Die neuen Regelungen gelten für Unternehmen mit hundert und mehr Angestellten.

  • Teilzeitmitarbeitende gelten als «ganze» Mitarbeitende
  • Auszubildende werden nicht gezählt
  • Es sind privatrechtliche Unternehmen und öffentliche Institutionen (Bund, Kantone, Gemeinden) betroffen.

Zu was sind die Unternehmen verpflichtet?

Die betroffenen Unternehmen müssen bis (spätestens) Juni 2021 eine Lohngleichheitsanalyse durchführen.

Die Analyse muss von einem zugelassenen unabhängigen Revisionsunternehmen geprüft werden. Caminada Treuhand AG Zug darf solche Prüfungen durchführen.

Alle Mitarbeitenden müssen über die Ergebnisse der Analyse schriftlich informiert werden. Börsenkotierte Gesellschaften müssen die Analyse im Anhang der Jahresrechnung veröffentlichen.

Wie muss die Analyse durchgeführt werden?

Der Bund stellt für die Analyse das kostenlose Selbsttest-Tool LOGIB zur Verfügung. Es werden aber auch andere Methoden akzeptiert, sofern die jeweilige Analysemethode wissenschaftlich anerkannt und rechtskonform ist.

Was, wenn die Analyse einen Lohnunterschied zwischen Mann und Frau zeigt?

Zeigt die betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse einen unerklärbaren systematischen Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern, muss die Analyse alle vier Jahre wiederholt werden.

Weil die Resultate der Analyse (zumindest intern) kommuniziert werden müssen, kann ein unerklärbarer und systematischer Lohnunterschied für die Firma ein Reputationsrisiko darstellen.

Was ist mit Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitenden?

Kleinere Unternehmen müssen die Analyse allenfalls auch vorlegen können. Zum Beispiel dann, wenn Firmen Aufträge nur an Firmen mit Lohngleichheit vergeben wollen oder dürfen.

 

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie eine Prüfung Ihrer Analyse? Dann freut sich Ramon Heiri auf Ihre Kontaktaufnahme. 

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