Die kaufmännische Ausbildung bei der Caminada

Im dritten Lehrjahr steht die Abschlussprüfung im Fokus. Doch was bringt dieses Jahr beim Lehrbetrieb Caminada Treuhand AG Zug mit sich? Nikola teilt uns seine Erfahrungen mit…

Nun bin ich am Ende des dritten Lehrjahres bei der Caminada Treuhand AG Zug. In wenigen Wochen läuft mein Lehrvertrag aus, denn ich vor fast vier Jahren unterzeichnet habe. Immer noch habe ich das Gefühl, erst seit einigen Monaten hier zu arbeiten, doch ich bin schon drei Jahre ein Teil dieser Firma. Diese sehr lehrreiche Zeit ist aufgrund der vielen abwechslungsreichen und interessanten Aufgaben wie im Fluge vergangen.

Die kaufmännische Ausbildung bei der Caminada

Im ersten Lehrjahr durfte ich im Sekretariat meine ersten Arbeitserfahrungen sammeln. Dort lernt man vor allem den Umgang mit Kunden kennen. Im Vordergrund stehen auch das Erlernen von administrativen und allgemeinen Aufgaben. Einerseits ist dies ein Vorteil für das zweite Lehrjahr, da man dann in die Buchhaltung wechselt, anderseits sind dies grundlegende Bausteine für den kaufmännischen Beruf. Dazu gehört zum Beispiel die Bearbeitung der Post, das Bestellen von Büromaterial und Getränken oder das Führen der Bürokasse.

Als ich mit dem zweiten Lehrjahr begonnen habe, gab es gleichzeitig auch einen personellen Wechsel, mit welchem ich konfrontiert wurde. Meine Praxisbildnerin, wurde ersetzt. Nebst all den neuen Tätigkeiten in der Buchhaltung und dem neuen Praxisbildner, musste ich mich auch in der Berufsschule immer mehr konzentrieren. Doch von Woche zu Woche hat mich die betriebliche Erfahrung und das im Alltag erlernte Wissen über Rechnungswesen, Steuern und Revision in der Berufsschule weitergebracht. Einen grossen Vorteil zu anderen Branchen. Somit war der Wirtschaftsunterricht einen grossen Teil Repetition. Zusätzlich besucht man (nebst Schule und Lehrbetrieb) branchenspezifische Kurse. Der Kurs der Treuhandbranche ist zwar streng aber sehr lehrreich. Aufgrund dieser überbetrieblichen Kurse ist man auch bei einigen Schulthemen weit voraus. 

Eine Berufslehre ist kein Spaziergang - um in diese neue Welt erfolgreich einzusteigen, benötigt man natürlich Unterstützung vom Lehrbetrieb. Ich selber hatte das Glück, eine Firma gefunden zu haben, die sich für mich eingesetzt hat und mir viel Wissen beigebracht hat. Vor allem durch die Unterstützung von meinem Praxisbildner habe ich im zweiten Lehrjahr extrem vieles gelernt. Ich habe sogar Arbeiten erhalten, die Lernende bis anhin noch nie gemacht haben. Es hat sich bewährt und heute kann ich sogar selber meine Arbeiten einplanen und die Verantwortung dafür tragen.  Natürlich gibt es noch eine Menge zu lernen.

Trotz den vielen neuen Aufgaben, fühlte ich mich keineswegs überfordert. Ich wurde früh genug und sehr intensiv in die Arbeit eingeführt.

Vergleich Schule mit der Arbeit im Betrieb

Im Vergleich zum zweiten Lehrjahr, arbeitete ich im dritten Jahr bereits um einiges selbständiger. Ich traute mir viel mehr zu. Wusste aber auch, an wen ich mich bei Unklarheiten und Fragen wenden konnte und bekam, falls nötig, immer Unterstützung. Nebst den regelmässigen Arbeiten gab es auch immer wieder neue Aufgaben. Mir wurde nie langweilig und ich lernte stets etwas dazu. Davon profitierte ich auch stark bei den Abschlussprüfungen. Denn mein Wissen war aufgrund meiner betrieblichen Ausbildung nun nicht nur breit, sondern auch tief. Dies hat den «QV-Stress» um einiges reduziert, da die Selbstsicherheit automatisch grösser wurde.

Im dritten Lehrjahr zählten folgende Bereiche zu meinen Hauptaufgaben:

  • Finanzbuchhaltung
  • Debitorenbuchhaltung
  • Kreditorenbuchhaltung
  • Lohnbuchhaltung
  • Mehrwertsteuerabrechnungen
  • Steuererklärungen
  • Jahresabschlüsse erstellen
  • Monatsabschlüsse
  • Diverse administrative Arbeiten

Ich betreute verschiedenste Kunden, welche national sowie international tätig sind. Dadurch, dass jedes Mandat unterschiedlich ist, variierten auch die Aufgaben von Kunde zu Kunde. Es gab Kunden, bei denen ich die Buchhaltung auf Deutsch führte, andere waren auf Englisch. Bei einigen durfte ich die komplette Buchhaltung inkl. Jahresabschluss machen und hatte auch direkten Kundenkontakt. Wiederum gab es Mandate, wo ich lediglich ein Teil der Arbeiten ausführte, wie z.B. die Ablage von Dokumenten.

Während man im dritten Lehrjahr in der Schule nicht mehr viel Neues dazulernt, sondern hauptsächlich den erlernten Schulstoff für die Lehrabschlussprüfungen repetiert, wird im Betrieb immer mehr gefordert. Man hat deutlich mehr Verantwortung und muss selbständiger arbeiten.  

Der Endspurt begann dann im zweiten Semester. In der Schule haben wir zur Prüfungsvorbereitung viele alte Lehrabschlussprüfungen gelöst. Hinzu kam das Lernen zu Hause, das folglich nach Feierabend stattgefunden hat. Dies war durchaus etwas stressig. Deshalb ist es von Vorteil, den Lernstoff aufzuteilen und früh mit dem Lernen zu beginnen.

Ich bin nach wie vor überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, die Ausbildung im Treuhandbereich absolviert zu haben. Auch wenn der saisonale Zeitdruck nicht zu unterschätzen ist. Aber so lernt man sich selbst besser kennen und weiss, wie man sich in Stresssituationen verhält. Ausserdem trägt man eine riesen Verantwortung, was für das spätere Arbeitsleben enorm wichtig ist. Bei mir hat dies dazu geführt, dass ich (auch jetzt noch) meine Arbeiten fortlaufend einplane und mir einen Zeitplan erstelle, um so den Druck etwas zu reduzieren. Das Time Management ist äusserst wichtig in dieser Branche.

Die Lehre bei der Caminada hat mir gut gefallen und ich bin sehr froh, mich dazu entschieden zu haben die Ausbildung in dieser Unternehmung zu absolvieren. Das freundliche und verständnisvolle Team ist gegenüber Lernenden immer offen und unterstützt auch gerne bei schulischen Fragen. Caminada betreut, fördert und unterstützt seine Lernenden intensiv. Ich freue mich sehr darüber, dass ich auch nach der Ausbildung noch im Betrieb bleiben darf und somit mit einer Festanstellung weitere Erfahrungen sammeln und meinen Horizont erweitern darf.

Liebes Caminada-Team, vielen Dank für eure tolle Unterstützung!

Nikola Gajic

 

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