Die Änderung der UVG-Umlagebeiträge betrifft auch Ihre Buchhaltung

Die Änderung der UVG-Umlagebeiträge betrifft auch Ihre Buchhaltung

Alle Anbieter von Unfallversicherungen sind seit der UVG-Revision vom 1. Januar 2017 automatisch und obligatorisch Mitglied des Vereins zur Sicherung künftiger Renten. Dieser Verein hat nun beschlossen, die Umlagebeiträge anzuheben.

Darum geht es bei der Anpassung der Umlagebeiträge

Damit Leistungsbezüger aus UVG Versicherungen immer über eine konstante Kaufkraft verfügen, werden die langfristigen Leistungen der Teuerung angepasst. Dies erfolgt in Form von Teuerungszuschlägen auf Invaliden- und Hinterlassenenrenten. Die Rückstellungen werden durch Umlagebeiträge und durch einen Zinsanteilssatz auf den Zinseinnahmen der Versicherer gebildet. 

Die dauerhaft tiefen Zinsen haben nun zu einer Abnahme der Rückstellungen aus dem Zinsanteilssatz geführt. Gleichzeitig ist ein leichter Anstieg der Teuerung zu verzeichnen. Deswegen sind die Versicherer gezwungen, die dem Modell zu Grunde liegenden Zinssätze für die Umlagebeiträge anzupassen. Die Umlagebeiträge werden per 1. Januar 2020 von zwei auf fünf Prozent erhöht. Nur so kann sichergestellt werden, dass die langfristigen Renten inklusive Teuerungszuschlag bezahlt werden können.

Mehraufwand für die Buchhaltung

Vor allem die Lohnbuchhaltung ist von der Änderung stark betroffen. In den meisten Jahren werden nur teilweise individuelle Prämiensätze angepasst. Aufgrund der generellen Anhebung des Umlagebeitrags von zwei auf fünf Prozent werden sich per 1. Januar 2020 sämtliche UVG-Prämiensätze ändern. Als Arbeitgeber müssen Sie somit sämtliche UVG-Prämiensätze in Ihrem Lohnbuchhaltungssystem anpassen. 

Gut vorbereiten und rechtzeitig handeln

Wir empfehlen, bereits vor Jahresende die notwendigen Vorkehrungen zu treffen und die neuen UVG-Prämien bei ihrem Versicherer anzufordern. Anschliessend geht es darum, die neuen Prämiensätze in den Stammdaten zu erfassen, damit sie für den Lohnlauf im Januar 2020 bereit sind.