Steuerrisiken aus dem automatischen Informationsaustausch

Steuerrisiken aus dem automatischen Informationsaustausch

Viele Schweizer verfügen über eine Liegenschaft im Ausland, die Sie erworben oder geerbt haben. Oft tauchen diese Liegenschaften in der schweizerischen Steuererklärung nicht auf.

Die Schweiz und die Vertragsstaaten werden ab 2017 Daten sammeln und diese ab 2018 austauschen. Dies kann im Einzelfall zu unliebsamen steuerlichen Konsequenzen führen.

Ein Praxisbeispiel

X.M. aus Luzern hat an bester Lage in Frankreich eine Ferienwohnung, die er in der Saison vermietet. Diese Wohnung hat er vor einigen Jahren geerbt. Die Mieteinnahmen fliessen auf ein Konto in Frankreich, von welchem er auch den Unterhalt für die Wohnung bestreitet. Weder die Wohnung noch das entsprechende Konto sind je in seiner Steuererklärung aufgetaucht.

Automatischer Informationsaustausch (AIA) ändert alles

Mit dem AIA wird aus dem steuerfreien Vermögen und Einkommen in Spanien plötzlich ein steuerlicher Risikofaktor. Denn unter dem AIA werden zwischen der Schweiz und allen wichtigen Finanzzentren folgende Daten ausgetauscht:

  • Personalien von Steuerpflichtigen im Ausland mit einem Konto in einem anderen als dem Herkunftsstaat
  • Kontonummer und Steueridentifikationsnummer
  • Alle Einkommensarten und der jeweilige Saldo des Kontos

Steuerrisiken und Steuerfolgen für X.M.

Im Fall von X.M. ist davon auszugehen, dass Frankreich seine Kontoinformationen an die Schweiz übermitteln wird. Damit droht ihm ein Nach- und Strafsteuerverfahren wegen Steuerhinterziehung in der Schweiz. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern kann je nach der Höhe der involvierten Beträge und der Besitzesdauer auch teuer werden. Denn nebst der Erhebung einer Nachsteuer und Verzugszinsen für die letzten 10 Jahre führt ein Strafsteuerverfahren meist auch zu einer Busse wegen Steuerhinterziehung und allenfalls noch zu einer Bestrafung wegen Steuerbetrug.

Empfehlung: 2016 straflos Selbstanzeige erstatten

Im Hinblick auf die Einführung des AIA sollte X.M. am besten noch 2016 eine straflose Selbstanzeige zu machen und so für die nicht deklarierten Vermögenswerte und Einkommen ein strafloses Nachsteuerverfahren erwirken. Denn werden die Vermögenswerte und Einkommen der Steuerbehörde durch den AIA bekannt, bevor eine Selbstanzeige gemacht wird, ist die Straflosigkeit der Selbstanzeige verwirkt.

Befinden Sie sich in der gleichen Situation wie X.M., lohnt es sich das konkrete Vorgehen mit unserem Steuerexperten zu besprechen. Nehmen Sie mit Christian Lingg Kontakt auf.

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